Klimakrise und Co in Coronazeiten

von  Cory Leonard

Zurzeit befinden wir uns in einer weltweiten Krise. Viele Menschen sind aufgrund des Coronavirus (COVID-19) eingeschränkt, an ihm erkrankt oder – vor allem bei alten oder vorerkrankten Menschen – gibt es einige Todesfälle. In diesen schweren Zeiten, in denen wir alle zusammenhalten müssen, werden jedoch meines Erachtens viele weitere wichtige Themen von den Medien außer Acht gelassen. In den Nachrichten wird fast ausschließlich über den Coronavirus gesprochen – ein ARD Extra jagt das nächste -, wenn man sich mit Freunden unterhält wird nach wenigen Minuten das Thema angeschnitten. Das ist auch auf der einen Seite verständlich, da viele auf Grund des Virus zu Hause bleiben müssen, keinen Unterricht mehr haben, oder aufgrund von Zwangsurlaub nicht mehr arbeiten dürfen.

Doch was ist auf der anderen Seite mit der Flüchtlingskrise, mit den Konflikten zwischen dem Iran und den USA, mit der weltweiten Klimakrise? Dies alles sind Themen, über die zurzeit gar nicht oder nur kaum geredet und diskutiert wird.

Doch was könnte man dagegen tun? Die Konsumenten der Nachrichten sind hier genauso gefragt wie die Nachrichtensender und Zeitungen selbst. Vielfalt lautet die Devise: Im Internet gibt es beispielsweise zu jedem wichtigen Thema weiterhin viel zu lesen und die Fridays for Future Bewegung ist längt auch eine digitale. Und schon mal daran gedacht, dass man die Zeitung seines Vertrauens auch mit einem Leserbrief beglücken kann, in der man einfach um die nötige Vielfalt in der Artikelzusammenstellung bittet?