Eine Flasche, eine Mahlzeit und satt bist du

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Reihe „Jugend und Wirtschaft“   der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘. Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10c nahmen mit ihrer Lehrerin Daniela Keller im SJ 2018/2019 daran teil.

von Jannik Nüßle

Eine Flasche, eine Mahlzeit und satt bist du – Die Österreichische Firma Saturo vereinfacht die Nahrungsaufnahme

Im ersten Moment klingt es absurd und unglaubwürdig. Allerdings gibt es das wirklich, Essen aus der Flasche. Das Unternehmen Saturo aus Österreich hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine komplette ernährungsphysiologisch vollständige Mahlzeit zum Trinken herzustellen.

Dieses Ziel hat die Firma längst erreicht und stellt ihr Produkt in mehreren Geschmacksrichtungen her.  Erdbeere, Schokolade und Vanille sind dabei nur ein Teil der Produktpalette. Im Gegensatz zu anderen europäischen Unternehmen, die ähnliche Produkte herstellen, bringt Saturo fertig angerührte Mahlzeiten auf den Markt.

Das Unternehmen ist inzwischen schon so erfolgreich, dass es sein bereits Sortiment erweitert hat.

Snackriegel und die Pulverform des Fertiggetränks erlauben mehr Flexibilität für den Kunden. So kann beispielsweise auch im Urlaub die Ernährung durch Saturo erfolgen. Die Intention des Gründers, Hannes Feistenauer, war es, Fast-Food Mahlzeiten, die häufig keinen oder einen zu geringen Nährwert haben, abzulösen. Es gibt auch einen einfachen Grund dafür, dass Herr Feistenauer sich dies zur Aufgabe gemacht hat. Durch Fast-Food ernähren wir uns oft sehr unausgewogen und dadurch ungesund, wohingegen eine Saturo-Mahlzeit den Nährstoffbedarf eines Erwachsenen am Tag um 25 Prozent deckt. Wenn der Konsument also anstatt Fast-Food oder andere Lebensmittel, die zu einer unausgewogenen Ernährung führen, Saturo „isst“, führt das zu einer wesentlich ausgewogeneren Ernährung. Um das einfache Ersetzen von Mahlzeiten möglich zu machen, ist Saturo kompatibel mit einer ganz normalen Ernährung. Die Trinkmahlzeiten sind vegan, laktose- und glutenfrei. Laut Informationen des Unternehmens ist das einzige enthaltene Allergen Soja. Saturo kann allerdings dazu führen, dass der Konsument Gewicht verliert oder dazu gewinnt. Dies geschieht aufgrund der optimierten Nährstoffmenge. Aus demselben Grund rät die Firma dazu, mit dem Arzt über den Konsum von Saturo zu reden, falls der Konsument schwanger oder noch minderjährig ist.

Umweltschutz und Genuss

 Bei einer Ernährung, die ganz oder auch nur zum Teil aus Saturo besteht, gibt jedoch ein Problem. Die Ready-to-Drink-Getränke kommen nur in Plastikflaschen oder Tetrapacks. Selbst wenn man nur eine Mahlzeit pro Tag durch Saturo Getränke ersetzt, entsteht dadurch eine beträchtliche Menge an Müll.

Dieses Problem kann allerdings durch das Pulver zum Selbstanrühren umgangen werden. Diese Variante produziert wesentlich weniger Müll als die Flaschenvariante.

Das sorgt dafür, dass die grundsätzliche Idee auch in Zeiten, in denen Umweltschutz und Müllvermeidung immer wichtiger werden, noch Bestand hat.Ernährung nur aus der Flasche?

 Wie bereits angedeutet vertritt das Unternehmen denn Standpunkt, dass es möglich sein sollte, sich ausschließlich von Saturo Produkten zu ernähren. Die Firma hat, um das noch besser zu ermöglichen, auch bereits den Snackriegel auf die Produktpallette gesetzt, damit Leute, die sich nur von Saturo ernähren wollen, trotzdem nicht die Möglichkeit verlieren, festes Essen zu sich zu nehmen. Bei dieser ausschließlichen Ernährung von Saturo ist aber noch nicht vollständig nachgewiesen, dass es keine Langzeitfolgen gibt. Es unternehmen zwar immer wieder Reporter den Selbstversuch und leben eine Weile nur von Saturo oder ähnlichen Nahrungmittelersatzprodukten und es scheint so als gäbe es noch keine Probleme, allerdings gehen diese Selbstversuche meist nur über zwei, drei Wochen, der Selbstversuch des Begründers der Idee vom flüssigen Nahrungsmittelersatz auch über einen ganzen Monat, aber wirkliche Langzeitforschungen gibt es noch keine. Das liegt auch daran, dass die meisten Menschen, die solche Selbstversuche machen, am Ende zu dem Schluss kommen, dass sich von Saturo oder ähnlichem zu ernähren zwar anscheinend möglich sei, aber dann doch der soziale Aspekt des zusammen Essens fehlt oder auch einfach nur die Freude am Kochen. Dies kommt auch in Nutzerreviews auf der Internetseite Saturos deutlich durch.

Vom Start Up zum Erfolg

 Das Unternehmen aus Wien startete als Start Up das Team und weitere Mitgründer hat der CEO Herr Feistenauer über die Internetplattform StartUps gefunden. Herr Feistenauer hat bereits 2013 begonnen seine eigene Pulverformel zu entwickeln. 2017 dann wurde Saturo gegründet und begann im März mit dem Verkauf ihrer damals noch kleineren Produktpalette. Dass Unternehmen sitzt in Wien Österreich, produziert inzwischen aber in Österreich und Deutschland und bleibt damit aber 100% Made in Europe.

 

Quellen:

-Informationen von Hannes Feistenauer, CEO der Firma Saturo

-FAQ Seite von Saturo: https://www.saturo.com/de/faq/

-Presseseite von Saturo: https://www.saturo.com/de/presse/