Alle Jahre wieder: Weihnachten im Schuhkarton

Weihnachten im Schuhkarton

Von WonderWoman

Vorletzte Woche haben jeweils zwei Schülerinnen der SMV die Klassen über die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ informiert und jeden Schüler um Mitwirkung gebeten. Seit Montag darf nun jeder Schüler und Lehrer etwas für die Schuhkartons mitbringen, die Gegenstände werden alle vor den Naturwissenschaften gesammelt.

Wir wollten hinter die Kulissen dieser Aktion schauen, weshalb wir ein Interview mit einer der drei Schülersprechern, Pia Kohler (10c), geführt haben, die nun schon das zweite Jahr die Leitung dieser Aktion an unserer Schule übernimmt.

Written Times: Wieso nimmt unsere Schule an dieser Aktion teil? Seit wie vielen Jahren schon? Und ist die Teilnahme der Schüler freiwillig?

Pia Kohler: Unsere Schule nimmt an „Weihnachten im Schuhkarton“ teil, da es eine sehr schöne Aktion ist, um bedürftigen Kindern eine Freude zu bereiten. Das, was in den Paketen ist, ist für die meisten Schüler etwas Alltägliches, aber es ist für die Kinder, die es bekommen etwas ganz Großes. Wenn man mit der ganzen Schule daran teilnimmt, kann man etwas Großes bewirken. Wir hatten letztes Jahr um die 160 Päckchen, wenn ich mich recht erinnere, und wie auch schon der Name der Oragnisation („Licht im Osten“) sagt, wir bringen durch diese Päckchen Licht in ihren vielleicht beschwerlichen Alltag und ermöglichen ihnen eine unvergessliche Freude.

Unter meiner Leitung läuft „Weihnachten im Schuhkarton“ nun schon seit zwei Jahren, doch die Schule nimmt schon länger daran teil, es müssten mittlerweile schon mehr als fünf Jahre sein.

Und ja, bei Weihnachten im Schuhkarton handelt es sich um eine freiwillige Spendenaktion, bei der jeder mitmachen darf, aber natürlich nicht muss.

Written Times: Was kommt eigentlich alles in so einen Schuhkarton?

Pia K.: Die Päckchen werden zuerst nach den Kategorien Mädchen und Junge und nach den Altern 3-5, 6-9 und 10-13 Jahren unterteilt. In ein Päckchen kommen dann Schulsachen, also Heft, Stifte, Lineal und Radiergummi, Spielsachen wie Puzzle oder Auto, etwas Leckeres zu Essen, wie Spaghetti oder auch Bonbons und Schokolade. Dann darf man auch etwas für die Körperpflege nicht vergessen – Zahnpasta und Zahnbürste, Shampoo und Duschgel, für Mädchen kommen dann meist auch noch ein paar Haarspangen dazu. Für die bevorstehende kalte Jahreszeit legen wir dann auch noch eine Mütze, Handschuhe oder einen Schal dazu. Je nachdem, wie viel von euch  Schülern abgegeben wird, ist es dann auch möglich, noch das eine oder andere Plüschtier oder Spielzeug dazu zu tun.

Written Times: Wer verpackt die Kartons?

Pia K.: Die Kartons werden am SMV- Wochenende verpackt. Jeder, der sich für das SMV- Wochenende angemeldet hat, um dort mitzuhelfen, darf verpacken. Die letzten Jahre hat es allen Mitwirkenden großen Spaß bereitet, die Geschenke liebevoll vorzubereiten.

Written Times: Wie kommen die Schuhkartons zu den Kindern und wo ist der Sitz von Licht im Osten?

Pia K.: In ganz Deutschland gibt es ca. 150 Sammelstellen, an denen man die Päckchen abgeben kann. Wir geben unsere Pakete in Dargersheim ab. Zu den Kindern kommen die Kartons durch die engagierten Hilfskräfte von „Licht im Osten“. Die Pakete werden zu den Zielorten hingeflogen und dann persönlich von den Helfern den Kindern übergeben.

Im Frühjahr erhalten die Mitwirkenden dieser Aktion auch noch Mal einen Dankesbrief, in dem auch mitgeteilt wird, wie viele Pakete es zu den Kindern geschafft haben.

Written Times: Auf der Webseite von „Licht im Osten“ wird klar gesagt, dass zu jedem Karton eine Bibel dazu gelegt werden kann, um das Christentum stückweit zu verbreiten. Wie stehst du zu dieser Situation und der Kritik, die aufgrund dessen ausgeübt wird?

Pia K.: Ich habe davon gehört und bin mir auch darüber bewusst, dass „Licht im Osten“ vielleicht deswegen kritisch betrachtet werden kann. Trotzdem habe ich mich bewusst dazu entschieden, auch dieses Jahr mit dieser Organisation zusammenzuarbeiten. Zum einen liegt es daran, dass ich mit der Sammelhelferin in Dargersheim gut in Kontakt stehe und deshalb auch weiß, dass man der Aktion vertrauen kann, dass die Geschenke auch wirklich bei den bedürftigen Kindern ankommen.

Ich denke, dass es letztendlich darauf ankommt, dass sich die Kinder über etwas freuen können; ob nun mit oder ohne Bibel, die restlichen Gegenstände sind sehr wichtig für sie. Es ist einfach nichts Alltägliches, sie freuen sich riesig über Hefte, Spielsachen, Essen und Hygieneartikel. Die Bibeln ändern doch also gar nichts daran, dass es eine wunderschöne Aktion ist und Menschen eine große Freude bereitet wird.

Des Weiteren habe ich mich letztes Jahr damit beschäftigt, andere Organisationen anzuschreiben und es erwies sich letztendlich doch als sehr schwierig, eine Organisation zu finden, die mit einer so großen Schule wie der unsrigen kooperieren möchte. Mir ist es so ergangen, dass die meisten nur Geldspenden annehmen wollten oder dass nur Päckchen gekauft werden konnten und dann nicht von uns, sondern, dass diese von den Organisationen zusammengestellt werden.

Unsere Priorität ist es, sich sicher sein zu können, dass die Päckchen auch wirklich an ihr Ziel gelangen und dass man somit auch weiß, dass man etwas bewirkt hat. Und das weiß ich bei „Licht im Osten“ auf jeden Fall.

Nächstes Jahr ist außerdem vielleicht die Zusammenarbeit mit der Organisation der Johanniter möglich.

Die Schülerzeitung bedankt sich recht herzlich bei Pia, da ohne sie dieser Artikel nicht zustande gekommen wäre und hoffen, dass einige der Fragen, die wir unserer Schülersprecherin gestellt haben, auch eure waren.

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