Vom Makel-Abdecker zum Krebsauslöser

Von Wonder Woman

Ob Cremes, Make-Up oder einfache Lippenpflegeprodukte, es gibt heutzutage kaum noch Menschen, die keine Kosmetikprodukte benutzen. Dies beschränkt sich auch nicht nur auf Mädchen, nein, auch viele Männer entwickelten in den letzten Jahren Interesse für solche Schönheits- und Pflegeprodukte.

Woraus diese Produkte eigentlich bestehen, darüber denkt man beim Kauf in der Drogerie nie so wirklich nach, genauso wenig beim Auftragen aufs Gesicht oder anderen Körperstellen. Hauptsache diesen einen nervigen Pickel überdecken, den perfekten Lidstrich ziehen und die Lippen ohne zu übermalen gut aussehen lassen, einzig darauf kommt es an.

Dass man mit einigen dieser Inhaltsstoffe jedoch lieber nicht in Kontakt kommen wollen würde, das weiß man meistens nicht.

Damit ihr in Zukunft einiges bewusster im Umgang mit Kosmetikprodukten werdet, ein kleiner Einblick ins Mysterium der Kosmetik hier:

2014 boomten die Nachrichten nur von Deodorants, Aluminium Chlorhydraten und Krebs. Dies ist also kein Geheimnis mehr: Die meisten Deodorants enthielten eine geraume Zeit lang Aluminium Salze, die die Schweißbildung unter den Achseln zu vermindern, indem Poren in der Haut geschlossen werden. Das Schwitzen wird durch Deodorants zwar kurzfristig gestoppt, doch hat die Nutzung langfristig weniger erstrebenswerte Folgen: Tatsächlich können Aluminiumsalze bei einer bestimmten Menge Krebs auslösen, da normalerweise mithilfe von Schweiß Giftstoffe ausgeschieden werden. Dies kann bei verstopften Poren nicht geschehen.

Doch genauso schnell wie sich die Neuigkeit verbreitete, wurden auch Alternativen geschaffen: Deodorants ohne Aluminiumsalze kamen auf den Markt. Diese dienen viel mehr dazu den Geruch von Schweiß zu vermindern als das Schwitzen unter den Achseln zu stoppen.

Für eure Gesundheit also lieber weiter schwitzen und an die weiteren Folgen denken!

Was die Wörter hinten auf den Inhaltsangaben bedeuten, bleibt jedoch vielen ein Rätsel. Meistens kann man auf Kosmetika „Parabene“ lesen, oder zumindest Wörter die darauf enden. Was Parabene sind? Eigentlich sind das nichts anderes als Konservierungsstoffe, die für die lange Haltbarkeit sorgen. Doch auch diese Stoffe können gefährlich für unseren Körper werden: Parabene sind dazu fähig, im Körper wie Hormone zu wirken und ähneln vor allem dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen. Vor allem Jugendliche, Kinder und Schwangere werden durch die Anhäufung dieser Hormone anfälliger für Diabetes, geschlechtsabhängige Krebsarten und Unfruchtbarkeit.

Da natürlich jedes Produkt mit der möglichst längsten Halbarkeit hergestellt werden soll, ist es schwer, Parabene wegzulassen. Trotzdem lohnt es sich, sich ab und an mal mit den rätselhaften Wörtern auf den Etiketten auseinanderzusetzen und zu dem Produkt greifen, auf dem das Wort einmal weniger erscheint.

Auf was wird man bei einem Menschen als erstes aufmerksam? Das Gesicht oder doch eher die Figur? Die Gepflegtheit oder vielleicht sogar der Geruch? Es ist menschlich, dass eine Person direkt sympathischer wirkt, wenn sie gut riecht und wer den Roman „Das Parfüm“ von Patrick Süskind gelesen hat, weiß, wie viel Düfte bewirken können.

Gute Düfte machen Menschen attraktiver, doch hat alles natürlich auch seine Schattenseiten: Parfüme, die Moschusverbindungen enthalten, können allergieauslösend wirken. Und nicht nur das: Es wurden – leider – Tierversuche durchgeführt, bei denen Erbgutveränderungen und Auslösung von Krebs beobachtet wurden.

Aber es bleibt nicht bloß bei Moschus: Auch Coumarin ist oft in Parfüms enthalten, vor allem in Naturkosmetika, und hat genau dieselben riskanten Folgen für den Körper.

Dies waren nur drei von aber vielen Inhaltsstoffen in Kosmetika, die schädlich auf uns wirken können. Ob Emulgatoren, UV- Filter, Phtalathe oder Bleichmittel, alle sind gefährliche Stoffe, über die man nochmals einen genauso langen Artikel verfassen könnte.

Was nun? Wie können wir uns vor solchen Giften schützen, wenn sie in vielen Kosmetika enthalten zu sein scheinen?

Man kann auf zertifizierte Naturkosmetik zurückgreifen, die rein natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Diese gibt es sowohl in Biomärkten und Apotheken, als auch in Drogeriemärkten als billigere Varianten, die günstige Rohstoffe verwenden.

Natürlich ist klar, dass jemand, der diesen Artikel liest, vielleicht nicht direkt auf Naturkosmetik umsteigt, dennoch soll dieser Bericht dazu dienen, ein kritisches Bewusstsein zu schaffen. Also, denkt daran, wenn ihr das nächste Mal in die Drogerie geht und überprüft vielleicht die mysteriösen und unaussprechbaren Worte auf den Etiketten der Produkte.

 

 

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